Der Hockey Club Lugano geht mit einem Programm in die neue Saison, das sportliche Ambitionen, organisatorische Konsolidierung und Investitionen in die junge Generation vereint. Die Pressekonferenz zum Saisonauftakt in der Casetta Gialla vermittelte die Botschaft eines Vereins, der entschlossen ist, den in den letzten Monaten eingeschlagenen Weg fortzusetzen, ohne seine Ambitionen zu verbergen, ohne sie jedoch in leere Versprechungen zu verwandeln.

Präsidentin Vicky Mantegazza fasste diesen Ansatz zusammen und beschrieb eine Philosophie der Konkretheit, die gleichzeitig den Wunsch mit sich bringt, zukunftsorientiert zu handeln. Diese Haltung spiegelt sich auch in den Unternehmensentscheidungen des Vereins und der Definition der zukünftigen Ziele des Hockey Club Lugano wider.

Der Verein agiert in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Umfeld, in dem finanzielle Ressourcen zwar weiterhin ein wichtiger Faktor sind, aber allein nicht ausreichen, um die Leistung eines Teams zu bestimmen. Das Sportbudget von Juventus liegt weiterhin im Mittelfeld der spanischen Liga, während einige Konkurrenten über deutlich höhere Mittel verfügen. Die Herausforderung besteht daher darin, diese Lücke durch Organisation, Qualität und Kontinuität zu schließen.

Das Kräfteverhältnis an der Spitze des Vereins verändert sich.

Der Saisonstart fällt auch mit einigen Veränderungen in der Managementstruktur von HCL zusammen. Fabio Regazzi, Mitglied des Staatsrats, hat kürzlich die Position des Vizepräsidenten des Verwaltungsrats der HCL SA übernommen. Diese Ernennung wurde als Teil einer Strategie präsentiert, die auf langfristige Planung ausgerichtet ist und Regazzis unternehmerische und institutionelle Expertise sowie sein im Laufe seiner Karriere aufgebautes Netzwerk nutzt.

Massimo Pedrazzini, eine in verschiedenen wirtschaftlichen und institutionellen Bereichen aktive Persönlichkeit, ist seit über einem Jahr Mitglied des Verwaltungsrats. Zu seinen Funktionen gehören der Vorsitz des Verwaltungsrats der Fidinam-Gruppe und der Vorsitz der HC Lugano Academy Foundation, die den Jugendbereich von Juventus seit 2015 unterstützt.

Ein weiterer Schritt nach vorn betrifft den Verein Hockey Club Lugano. Auf der Mitgliederversammlung am 6. Oktober wird die Nominierung von Gabriele Zanzi zum Präsidenten vorgeschlagen. Dem Vorstand des für die Jugendabteilung zuständigen Vereins gehören außerdem der Unternehmer Andrea Gehri, Mario Mantegazza und Emilio Martinenghi an, der auch dem Vorstand der HC Lugano Academy Foundation angehört.

Es wird erwartet, dass auch Anna Mantegazza der Stiftung beitreten wird. Diese Veränderungen werden die Verbindung zwischen der Vereinsführung, dem Jugendbereich und den Organisationen, die an der Entwicklung zukünftiger Spieler beteiligt sind, stärken.

Das Thema der Umkleidekabinen und der Dialog mit der Stadt

Zu den ungelösten Problemen gehört der Platzbedarf der ersten Mannschaft. Die Umkleidekabine der Spieler stammt aus dem Jahr 1995 und entspricht laut Verein nicht mehr den Anforderungen des modernen Profisports.

Das Thema zählt zu den dringlichsten Prioritäten des Vereins. Der Dialog mit den städtischen Behörden wird fortgesetzt, und der Hockey Club Lugano wartet nun auf die Entscheidung des Stadtrats über eine Maßnahme, die zur Verbesserung der täglichen Arbeitsbedingungen des Teams als notwendig erachtet wird.

Diese Frage geht über rein logistische Aspekte hinaus. Die verfügbaren Einrichtungen beeinflussen die Organisation von Trainingseinheiten, die Regeneration und ganz allgemein die Fähigkeit eines Vereins, Spielern und Mitarbeitern geeignete Bedingungen zu bieten.

Das Schweizer Eishockey wächst weiter

In seiner Rede hob CEO Marco Werder die positive Entwicklung des Schweizer Eishockeys hervor. Die National League erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit bei den Fans, die Stadionauslastung liegt im Durchschnitt bei fast 90 Prozent.

Die Fernsehpräsenz hat ebenfalls ein beachtliches Niveau erreicht und übersteigt 15 Millionen Zuschauer, während die Schweizer Nationalmannschaft den ersten Platz in der IIHF-Weltrangliste belegt. Diese Indikatoren bestätigen die wachsende Bedeutung des Eishockeysports im nationalen Sportsystem.

Lokale Verwurzelung ist nach wie vor eines der Hauptmerkmale der Bewegung. In der Schweiz begeistert Eishockey erfolgreich ein Publikum aus verschiedenen Regionen, Generationen und Sprachgemeinschaften. Laut der Führung in Lugano muss dieses Wachstum durch Entscheidungen begleitet werden, die es langfristig tragfähig machen.

Gehälter, Talente und Infrastruktur: Die Herausforderungen der National League

Das Wachstum der Bewegung bringt auch neue Herausforderungen mit sich. Eine der größten betrifft die steigenden Gehälter der Schweizer Spieler in einem zunehmend wettbewerbsintensiven und kostspieligen Markt für die Vereine.

Neben der wirtschaftlichen Problematik besteht auch die Notwendigkeit, junge Spieler beim Übergang in den Profifußball effektiver zu unterstützen, insbesondere diejenigen zwischen 18 und 23 Jahren. In dieser Phase müssen viele talentierte Spieler den Sprung vom Jugendbereich auf die höchste nationale Ebene meistern.

Das dritte Problem betrifft die Infrastruktur. Die Anzahl überdachter Eisbahnen in der Schweiz ist im Vergleich zu einigen der führenden Eishockeynationen weltweit geringer. Diese Einschränkung kann die Möglichkeiten zum Üben, Trainieren und zur Entwicklung neuer Spieler beeinträchtigen.

Die CMFG Arena und das Sigirino-Projekt

Das Projekt für die neue CMFG Arena in Sigirino passt in diesen Rahmen, da es vom Hockey Club Lugano als eines der Instrumente zur Bewältigung der Probleme der Infrastruktur und des Trainings identifiziert wurde.

Das Multisportzentrum soll der Jugend neue Möglichkeiten eröffnen und optimale Bedingungen für die Rekrutierung, das Training und die Förderung junger Sportler schaffen. Das Projekt wurde durch die unternehmerische Vision von Gianni Ochsner und die finanzielle Unterstützung der Stadt Lugano für die Anmietung der Eisbahn für den Jugendbereich ermöglicht.

Für HCL ist die Investition in Anlagen in erster Linie eine strategische Entscheidung. In einem Markt, in dem die Übernahme etablierter Unternehmen immer kostspieliger wird, kann der Aufbau interner Expertise und die Förderung von Talenten hin zu Professionalität einer der wichtigsten Wege sein, um langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Der Hockeyclub Lugano und seine Jugendmannschaft, zehn Eigengewächse

Die Einbindung von Spielern aus der Juventus-Jugendakademie ist bereits jetzt eines der wichtigsten Elemente des Projekts. Zehn Spieler des Profikaders stammen aus der Jugendakademie des Hockey Club Lugano: Brian Zanetti, Harijs Cjunskis, Enea Togni, Alessio Bertaggia, Marco Zanetti, Lorenzo Canonica, Luca Fazzini, Giovanni Morini, Cyrill Henry und Dario Simion.

Der Verein sieht darin einen konkreten Beweis für die Möglichkeit, einen Weg von der Jugendarbeit bis zur Weltspitze zu ebnen. Das erklärte Ziel ist nun, diese Nachwuchsförderung weiter zu stärken.

Der Verein beabsichtigt, mehr in seine Hockeyschule zu investieren und die Zusammenarbeit zwischen seinen sportlichen Aktivitäten und seinem akademischen Lehrplan auszubauen, um den Übergang junger Spieler in die höheren Altersklassen und, wo immer möglich, in die erste Mannschaft zu erleichtern.

Mehr Publikum und über viertausend Abonnenten

Der Aufschwung des Hockey Clubs Lugano beruht nicht nur auf technischen Fähigkeiten. In der letzten Saison stieg der Zuschauerschnitt pro Spiel um fast 400 – ein Zeichen dafür, dass der Verein diesen Erfolg weiter ausbauen will.

Der Verein hat angekündigt, seine Beziehungen zur lokalen Gemeinschaft durch Initiativen in Wohngebieten und Schulen weiter zu stärken. Eine Woche vor Saisonbeginn zählt der Verein 4.018 Dauerkarteninhaber, ein leichter Anstieg gegenüber der Vorsaison.

Diese Daten bestätigen die Existenz einer treuen Fangemeinde, die der Verein als Schlüsselfaktor für sein Wachstum betrachtet. Die Beziehung zur lokalen Gemeinschaft ist daher in eine Strategie integriert, die nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch die Gewinnung neuer Generationen von Fans und jungen Spielern umfasst.

Eine tägliche Routine zur Leistungssteigerung

Sportlich gesehen betonte Geschäftsführer Janick Steinmann die nach der positiven Vorsaison wiederhergestellte Zuversicht und Glaubwürdigkeit. Mittelfristig soll eine stabile Organisation aufgebaut werden, die Wettbewerbsfähigkeit und Kontinuität gewährleisten kann.

Zu den eingeführten Änderungen gehört eine veränderte Organisation der Trainingstage. Das Team kann die täglichen Vorbereitungen später als bisher beginnen und mehr Zeit für das Training auf dem Eis und die Vorbereitung aufwenden.

Die Änderung soll die Erholung fördern, insbesondere nach anstrengenderen Reisen, und die Qualität der Arbeit während der Woche verbessern. Kleine Anpassungen in der täglichen Organisation können die Gesamteffizienz des Teams erheblich steigern.

Mehr Offensivpotenzial, aber das Schlüsselwort bleibt Ausgewogenheit.

Die ersten Spielwochen haben auch positive Anzeichen hinsichtlich der neuen ausländischen Spieler geliefert, die laut Management dazu beigetragen haben, das Offensivpotenzial der Mannschaft zu steigern.

Die National League zeichnet sich jedoch weiterhin durch zunehmende Ausgeglichenheit aus. Die Leistungsunterschiede zwischen den Mannschaften haben sich allmählich verringert, und jeder Gegner kann eine Herausforderung darstellen. Daher die Entscheidung, weiterhin vorsichtig vorzugehen und Erwartungen nicht zu bereits erreichten Zielen werden zu lassen.

Steinmanns sportliches Ziel ist die Qualifikation für die Playoffs. Neben dem unmittelbaren Ergebnis steht jedoch die Fortsetzung des in der letzten Saison begonnenen Entwicklungsprozesses weiterhin im Mittelpunkt.

Die Qualifikation für die entscheidende Phase der Meisterschaft stellt daher den konkreten Maßstab dar, während der Aufbau eines solideren Teams und einer besseren Organisation als eine Aufgabe betrachtet wird, die sich erst mit der Zeit entwickeln wird.

Erste Mannschaft und Jugendbereich immer enger zusammenrücken

Ein Schlüsselelement der Strategie des General Managers betrifft die Beziehung zwischen der ersten Mannschaft und dem Jugendbereich. Ziel ist die Entwicklung einer gemeinsamen Philosophie mit einer hierarchisch strukturierten Organisation und gemeinsamen Prinzipien über alle Altersklassen hinweg.

Die Zusammenarbeit soll auch zu einer häufigeren Anwesenheit der Trainer der ersten Mannschaft bei den Trainingseinheiten der Jugendmannschaften führen. Geplant ist außerdem ein kontinuierlicher Informationsaustausch zwischen den Mitarbeitern, um die technische Entwicklung der Spieler zu optimieren.

Das Projekt zielt darauf ab, die verschiedenen Bereiche des Vereins besser zu vernetzen. Für einen jungen Sportler soll der Weg von der Basis bis zur ersten Mannschaft durch einheitliche Arbeitsmethoden und technische Anleitung klarer erkennbar werden.

Die Zukunft entsteht aus Kontinuität.

Der Saisonstart zeichnet somit das Bild eines Hockey Club Lugano, der auf mehreren Ebenen aktiv ist. Einerseits besteht das Bedürfnis, kurzfristig Ergebnisse zu erzielen und sich einen Playoff-Platz zu sichern. Andererseits gibt es ein umfassenderes Engagement für die Vereinsstruktur, die Infrastruktur, das Training und die Beziehung zwischen der ersten Mannschaft und der Jugendmannschaft.

Die Entscheidung scheint darin zu liegen, Abkürzungen zu vermeiden. Da der Verein hinsichtlich seiner Finanzkraft nicht zu den Top-Klubs der National League zählt, konzentriert sich die HCL auf die Qualität ihrer Organisation, die Entwicklung ihrer Spieler und ihre Fähigkeit, Kontinuität zu schaffen.

Träumen also, ohne den Bezug zur Realität zu verlieren. Das ist die Richtung, die zu Beginn der neuen Saison eingeschlagen wurde: Heute ein wettbewerbsfähiges Team aufbauen und gleichzeitig das Potenzial des Hockey Club Lugano für die kommenden Jahre im Auge behalten.