San-Salvatore-Preis, Karin Jordan, Onkologie, Supportive CareDie Rolle unterstützender Therapien in der modernen Onkologie stand im Mittelpunkt der Preisverleihung der Fondazione San Salvatore, die in diesem Jahr an den deutschen Onkologen verliehen wurde. Karin Jordan, gelten als eine der internationalen Referenzfiguren auf dem Gebiet der unterstützenden und palliativen Versorgung im Zusammenhang mit Krebsbehandlungen.

Die Veranstaltung fand am 16. Mai im Hotel Splendide Royal in Lugano vor einem Publikum aus Fachleuten, Wissenschaftlern und Angehörigen der Gesundheitsberufe statt. Der mit 50 Franken dotierte San-Salvatore-Preis gilt als eine der renommiertesten Schweizer Auszeichnungen im Bereich der Onkologie und würdigt seit 1980 Forscher und Kliniker, die bedeutende Beiträge zur Erforschung und Behandlung von Krebs im In- und Ausland geleistet haben.

Die Auswahl wurde von einem wissenschaftlichen Komitee geleitet, das sich zusammensetzte Stefan Aebi der Universität Bern, Markus Manz der Universität Zürich, Alfred Zippelius der Universität Basel und unter dem Vorsitz von Solange Peters, ordentlicher Professor anUniversität Lausanne und Mitglied des Rates vonUniversità della Svizzera italiana.

Laut Peters wurde Karin Jordan der San-Salvatore-Preis für ihre „herausragenden Beiträge zur unterstützenden und palliativen Versorgung in der Onkologie“ verliehen. Besonders hervorgehoben wurde ihre Arbeit zur Prävention und Behandlung von Nebenwirkungen der Krebstherapie. Jordan genießt internationale Anerkennung für ihre Studien zu chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen sowie für ihre Strategien zum Umgang mit Nebenwirkungen neuer Krebstherapien.

Diese Arbeit hat im Laufe der Jahre dazu beigetragen, gemeinsame, evidenzbasierte Standards in verschiedenen Gesundheitssystemen zu definieren. Peters hob außerdem hervor, dass sich Professor Jordans Ansatz durch seine konsequente Ausrichtung auf Patienten und deren Familien auszeichnet und medizinische Expertise, Kommunikation und Empathie integriert.

Karin Jordan leitet derzeit die Abteilung für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin an derErnst-von-Bergmann-KrankenhausZuvor hatte er leitende Positionen bei derUniversitätsklinikum Heidelberg, wodurch die Rolle der unterstützenden Pflege innerhalb der onkologischen Behandlungspfade gestärkt wird.

Während der Zeremonie sprach er auch. Stefano Coduri, derzeitiger Präsident der San Salvatore Stiftung, gegründet 1979 auf Initiative des Bankiers Carlo Pernsch und seine Frau Célestine Pernsch-Verna.

Coduri erinnerte daran, wie die Stiftung seit fast einem halben Jahrhundert die Krebsforschung fördert und Wissenschaftler auszeichnet, die an der Entwicklung neuer Therapieansätze gegen bösartige Tumore arbeiten. Im Fall von Professorin Jordan würdigt die Auszeichnung auch ihren Beitrag dazu, die unterstützende Therapie zu einem festen Bestandteil der umfassenden Krebsbehandlung zu machen.

Karin Jordan erklärte selbst, dass ihr Interesse an diesem Gebiet während ihres Studiums geweckt wurde. Als junge Ärztin, so sagte sie, sei sie nicht nur von den Fortschritten in der Krebstherapie beeindruckt gewesen, sondern auch vom Leid, das deren Nebenwirkungen verursachten. Daher beschloss sie, sich in ihrer Arbeit auf die Reduzierung der Behandlungstoxizität und die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten zu konzentrieren.

Auch innerhalb derEuropäische Gesellschaft für Medizinische Onkologie, wo Jordan zur Definition von ständig aktualisierten internationalen Leitlinien für die onkologische Supportivtherapie beigetragen hat.

Für die deutsche Spezialistin stellt die Auszeichnung nicht nur eine persönliche Ehre dar, sondern ist auch ein wichtiges Signal für den gesamten Sektor: Die unterstützende Pflege, betonte sie, müsse von Beginn der Therapie an als integraler Bestandteil der onkologischen Behandlung betrachtet werden und nicht bloß als Beiwerk.