Tram-Train-Netz LuganoDas Making of Straßenbahn- und Zugnetz von Lugano Der Bundesgerichtshof hat einen weiteren Schritt getan. Er hat den Antrag auf aufschiebende Wirkung, der in der einzigen Beschwerde gegen die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts erhoben wurde, zurückgewiesen und damit die Möglichkeit bestätigt, die Vorarbeiten planmäßig aufzunehmen. Die Arbeiten sollen Mitte Oktober 2026 beginnen.

Die vom Staatsrat verkündete Entscheidung stellt einen bedeutenden Fortschritt bei der Umsetzung einer Infrastruktur dar, die für die Zukunft der kantonalen Mobilität als strategisch wichtig erachtet wird und zudem durch einen erheblichen finanziellen Beitrag des Bundes unterstützt wird.

Das Bundesgericht weist die aufschiebende Wirkung zurück

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 25. Juni 2026 betrifft die einzige Berufung, die nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts eingelegt wurde. Die am 11. Mai von drei Privatpersonen eingelegte Berufung enthielt einen Antrag auf einstweilige Aussetzung der Wirksamkeit der Baugenehmigung.

Tram-Train-Netz LuganoLaut der Tessiner Regierung beanstandete die Beschwerde nicht die im Projekt vorgesehenen Hauptinfrastrukturmaßnahmen, sondern warf lediglich einige wenige Fragen auf. Bis zu einer endgültigen Entscheidung in der Sache urteilte das Bundesgericht, dass keine Gründe für eine Blockierung des Projekts vorlägen.

In der Urteilsbegründung maß der Richter dem öffentlichen Interesse an der Errichtung des Bauwerks größeres Gewicht bei als den von den Beschwerdeführern geltend gemachten individuellen Interessen.

Der Baubeginn ist weiterhin für Oktober geplant.

Da die Entscheidung nicht aufschiebend gewirkt wurde, bleibt sie vollumfänglich rechtskräftig. Dies ermöglicht es den Projektträgern, den zuvor angekündigten Zeitplan einzuhalten und in der zweiten Oktoberhälfte mit den Vorarbeiten zu beginnen.

Diese Frist war bereits in den letzten Wochen vom Direktor des Departements für Land und Meer, Claudio Zali, genannt worden, der davon ausging, dass ein Einspruch wahrscheinlich nicht zu einer Verschiebung des Baubeginns führen würde.

Das Gerichtsverfahren wird daher mit der Prüfung der Erfolgsaussichten der Berufung fortgesetzt, ohne jedoch – zumindest in dieser Phase – den operativen Fortschritt des Projekts zu beeinträchtigen.

Eine strategische Infrastruktur für die Mobilität im Tessin

Die Prioritätsphase des Straßenbahn-Zug-Netzes Lugano gilt als eines der wichtigsten Projekte zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs in der Region Sottoceneri.

Ziel ist es, die Reisezeiten zwischen Lugano und Umgebung zu beschleunigen und die Verbindungen nach Malcantone und ins untere Vedeggio-Tal zu verbessern. Laut Angaben der Behörden wird das neue System die Reisezeiten deutlich verkürzen, in manchen Fällen sogar halbieren.

Eine höhere Reisegeschwindigkeit sollte auch zu einer geringeren Belastung des Straßennetzes führen und somit eine wettbewerbsfähigere Alternative zum Auto für den täglichen Verkehr bieten.

Erwartete Vorteile für die Bürger und das Gebiet

Das zukünftige Netzwerk wird sich nicht nur auf die Reisezeiten, sondern auch auf die gesamte Organisation der regionalen Mobilität auswirken. Ziel des Projekts ist es, die Integration verschiedener öffentlicher Verkehrsmittel zu stärken und effizientere Verbindungen zwischen wichtigen Bevölkerungszentren zu fördern.

Für den Staatsrat stellt der Bau dieses Projekts eine konkrete Antwort auf die verkehrsbedingten Probleme dar, die die Stadt Lugano und die umliegenden Gebiete seit Jahren belasten, und die Vorteile werden sich auf ein viel größeres territoriales Einzugsgebiet erstrecken.

Ein Werk, das auch von der Konföderation unterstützt wird

Mit der Bestätigung der Wirksamkeit des Beschlusses zur Genehmigung der Pläne kann der Kanton Tessin den Bauprozess einer Infrastruktur fortsetzen, die auch von erheblicher finanzieller Unterstützung des Bundes profitiert.

Die Finanzierung durch den Bund ist ein Schlüsselaspekt des Projekts und unterstreicht dessen Bedeutung auf nationaler Ebene im Rahmen von Strategien zur Entwicklung nachhaltiger Mobilität und zur Stärkung des öffentlichen Verkehrs.

Das Urteil des Bundesgerichts schließt das Gerichtsverfahren nicht endgültig ab, ermöglicht aber die Einhaltung des geplanten Zeitplans. Vorbehaltlich der weiteren Entwicklungen im Rahmen der inhaltlichen Prüfung der Berufung wird die Vorbauphase des Straßenbahn- und Zugnetzes Lugano daher Mitte Oktober 2026 beginnen und damit einen weiteren Fortschritt bei der Fertigstellung eines der größten Infrastrukturprojekte des Tessins darstellen.