Die ordentliche Hauptversammlung der Aktionäre der Tessiner Regionalbahnen SA (FART)Die kürzlich in Locarno tagende Gesellschaft genehmigte den Jahresabschluss 2025, den Bericht des Verwaltungsrats und die Gewinnverteilung. Zudem bot die Sitzung Gelegenheit, die wichtigsten Entwicklungsprojekte des Unternehmens zu erörtern und die Ernennung von Peter Füglistaler zum Vertreter des Bundes in den Verwaltungsrat zu bestätigen.

Bei dem Treffen wurde auch die strategische Ausrichtung des Unternehmens bestätigt, die sich durch ein breit angelegtes Investitionsprogramm zur Stärkung des regionalen öffentlichen Verkehrs, sowohl auf der Schiene als auch auf der Straße, auszeichnet.

Ein wirtschaftliches Ergebnis nahe der Gewinnschwelle.

Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Verlust von rund 87 Franken ab, wodurch die Bilanz des Unternehmens im Wesentlichen ausgeglichen ist. Diese Zahl ist besonders bemerkenswert, da FART beschlossen hat, freiwillig auf einen Teil ihrer öffentlichen Leistungen in Höhe von insgesamt 585 Franken zu verzichten.

Die Entscheidung wurde durch den Wunsch motiviert, die Ausgaben des Bundes, des Kantons und der Gemeinden einzudämmen und damit eine auf den verantwortungsvollen Umgang mit den verfügbaren Ressourcen ausgerichtete Verwaltung zu bestätigen.

Ein Jahr der Veränderungen für den Dienst

Der Modernisierungsprozess des Netzes wurde im gesamten Jahr 2025 fortgesetzt. Alle neuen Stadler-Züge wurden auf der Centovallina-Linie in Betrieb genommen und führten zu Verbesserungen beim Reisekomfort, der Zugänglichkeit, der Fahrgastinformation und der Zuverlässigkeit des Angebots.

Gleichzeitig schritt eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte für die Zukunft des Unternehmens voran: der Bau der neuen Buswerkstatt und des neuen Depots in Riazzino. Das Projekt begleitet auch die Einführung der ersten fünf Elektrobusse für die FART-Flotte, nachdem der entsprechende Vertrag Anfang des Jahres unterzeichnet wurde.

Die Strategie richtet den Blick auf die Zukunft der Mobilität.

In seiner Rede vor dem Treffen hob der Vorstandsvorsitzende Paolo Caroni hervor, dass sich FART in einer Phase tiefgreifender Entwicklung befinde.

Die Erneuerung betrifft nicht nur Fahrzeuge und Infrastruktur, sondern auch die Rolle des Unternehmens im regionalen Mobilitätssystem. Die Investitionen zielen darauf ab, die Servicequalität zu steigern, die Zugänglichkeit für die Nutzer zu verbessern, die Energiewende zu unterstützen und das Unternehmen auf die zukünftigen Bedürfnisse der Region vorzubereiten.

Peter Füglistaler tritt dem Vorstand bei

Einer der wichtigsten Momente des Treffens war die Ernennung von Peter Füglistaler zum Vertreter des Verbandes im Vorstand der FART SA.

Die vom Verwaltungsrat vorgeschlagene und sowohl vom Bundesdepartement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation als auch vom Departement Land und Meer genehmigte Kandidatur zielt darauf ab, die Expertise des Leitungsgremiums in einer Zeit, die von bedeutenden Investitionen und besonders komplexen Infrastrukturprojekten geprägt ist, weiter zu stärken.

Füglistaler ist Wirtschaftswissenschaftler mit langjähriger Erfahrung im Finanz- und Controllingbereich und arbeitet seit über dreißig Jahren im öffentlichen Verkehrssektor. Nach verschiedenen Führungspositionen bei den Schweizerischen Bundesbahnen in den Bereichen Unternehmensplanung, Finanzen, Recht und Infrastruktur leitete er über vierzehn Jahre das Bundesamt für Verkehr.

Tessiner BahnenSeine berufliche Laufbahn ermöglichte es ihm, sich ein fundiertes Wissen über das Schweizer öffentliche Verkehrssystem anzueignen, verbunden mit Kompetenzen im Finanzmanagement und in den institutionellen Beziehungen zwischen Verkehrsunternehmen, der Eidgenossenschaft, den Kantonen und den Auftraggebern.

Vielen Dank an Marco Schmid

Im Rahmen des Treffens wurde auch Marco Schmid gedankt, der nach zwei vierjährigen Amtszeiten als Vertreter des Verbandes im Vorstand von seinem Posten zurücktritt.

Der Vorstand hob die im Laufe der Jahre geleisteten Beiträge hervor, insbesondere Schmids Erfahrung in den Bereichen Eisenbahnwesen, Sicherheit, Risikomanagement, Qualitätssicherung und Aufsicht über den öffentlichen Nahverkehr. Er würdigte zudem seine Rolle bei der Gewährleistung eines reibungslosen Übergangs zum neuen Vertreter des Bundesverbandes.

Investitionen als Kern des Wachstums

Das Ergebnis des Treffens bestätigt somit das Engagement von FART für einen Entwicklungspfad, der finanzielle Stabilität und Investitionen vereint. Die Erneuerung des Schienenfahrzeugparks, der Bau neuer Businfrastruktur und die Elektrifizierung des Straßenverkehrs sind die Kernelemente einer Strategie zur Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs in Locarno und den von FART bedienten Gebieten in den kommenden Jahren.