Die Lugano Sustainability Series , eine Veranstaltungsreihe zu den wichtigsten Umwelt-, Sozial- und Wirtschaftsthemen des Tessins, wird am Montag, dem 7. September, fortgesetzt. Das zweite Treffen, das von 17:30 bis 19:00 Uhr im Sala San Rocco im Viertel Quartiere Maghetti stattfindet, konzentriert sich auf ein Schlüsselelement für den Erfolg von Veränderungsmaßnahmen: die Fähigkeit, Menschen einzubinden und Vertrauen aufzubauen.

Der Titel des Treffens ist als Frage formuliert: „Wie können wir gemeinsam einen inklusiven, gerechten und ökologischen Wandel gestalten?“ Diese Frage lenkt die Diskussion von der rein technischen Dimension der Nachhaltigkeit hin zur Beziehung zwischen Institutionen, Forschung, Wirtschaft und Bürgern.

Die Initiative, die kostenlos und für die Öffentlichkeit zugänglich ist, ist eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt Lugano im Rahmen des Projekts #LuganoSostenibile, der Fachhochschule Südschweiz, der Universität der Italienischen Schweiz, Franklin Switzerland und dem Stadtteil Quartiere Maghetti.

Nachhaltigkeit als gemeinschaftliches Problem

Der Übergang zu nachhaltigeren Entwicklungsmodellen wird häufig durch Ziele, Regulierungen, technologische Innovationen und Wirtschaftsstrategien angegangen. Damit sich dieser Wandel jedoch in konkreten und dauerhaften Ergebnissen niederschlägt, bedarf es eines weiteren Elements: der Beteiligung derjenigen, die in der Region leben, arbeiten und studieren.

Aus dieser Überlegung heraus entstand die Lugano Sustainability Series. Ziel der Reihe ist es, Möglichkeiten für eine eingehende Diskussion der verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit zu bieten und akademische Expertise, Institutionen sowie Akteure aus Gesellschaft und Wirtschaft zusammenzubringen.

Ziel ist es nicht nur zu informieren, sondern auch Räume zu schaffen, in denen die laufenden Transformationen und ihre Teilhabe hinterfragt werden können. Nachhaltigkeit bedeutet aus dieser Perspektive nicht nur Umweltschutz, sondern auch die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Entscheidungen, die zur Bewältigung der Herausforderungen der kommenden Jahre notwendig sind.

Das Thema des zweiten Treffens

Das Treffen am 7. September wird sich insbesondere mit dem Verhältnis von Vertrauen und Partizipation befassen. Ein ökologischer Wandel kann nicht nur aus finanziellen, technologischen oder organisatorischen Gründen auf Herausforderungen stoßen, sondern auch dann, wenn Menschen Entscheidungen als distanziert, aufgezwungen oder schwer verständlich wahrnehmen.

Daher die zentrale Frage des Abends: Wie können wir einen Transformationsprozess gestalten, der keine Bevölkerungsgruppen zurücklässt und es den Bürgern ermöglicht, sich mit dem Wandel zu identifizieren?

Die Diskussion wird sich daher mit der Frage eines Übergangs befassen, der Umweltziele mit den Anforderungen von Gleichberechtigung und Inklusion in Einklang bringt. Partizipation wird nicht nur als Konsultationsphase verstanden, sondern als potenzieller Bestandteil des Prozesses, durch den Probleme identifiziert, Lösungen entwickelt und ein Konsens über die zu ergreifenden Maßnahmen gestärkt werden kann.

Vier Perspektiven im Vergleich

Ludovico Giacomo Conti von USI, Alessandro Fontana von SUPSI, Mario Schultz von Franklin Switzerland und Jody Trinkler von der Stadt Lugano werden verschiedene Beiträge leisten.

Die Anwesenheit von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Institutionen spiegelt den Charakter der Veranstaltung wider. Nachhaltigkeit wird als vielschichtiges Thema betrachtet, das sich kaum auf das Handeln einer einzelnen Institution zurückführen lässt.

Forschung, öffentliche Verwaltung, Wirtschaft und Bürger stehen somit vor unterschiedlichen Verantwortlichkeiten, aber auch vor der Notwendigkeit, Gemeinsamkeiten zu finden. Auf institutioneller Ebene entwickelte Strategien müssen die spezifischen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigen, während die durch Forschung gewonnenen Erkenntnisse dazu beitragen können, komplexe Probleme zu verstehen und anzugehen.

Vom Vergleich bis zur öffentlichen Beteiligung

Nach den einleitenden Worten wird der Abend mit einer Podiumsdiskussion und einem öffentlichen Dialog fortgesetzt.

Die Debatte wird sich auf eine Reihe zentraler Fragen konzentrieren: Wie können wir das Vertrauen in Transformationsprozesse stärken? Wie können wir die Bevölkerung besser einbeziehen? Und welche Instrumente können dazu beitragen, den ökologischen Wandel sozial gerecht zu gestalten?

Diese Fragen sind auch in der Nachhaltigkeitsdebatte in Lugano relevant, wo globale Herausforderungen in die Realität einer Stadt und ihres Umlands übersetzt werden müssen. Der Übergang von allgemeinen Zielen zu konkreten Maßnahmen erfordert die Berücksichtigung der Gewohnheiten, Bedürfnisse und Erwartungen derjenigen, die von den Veränderungen direkt betroffen sein werden.

Ein Projekt, das zwischen Institutionen und Territorium entstanden ist

Die Lugano Sustainability Series entstand aus dem Wunsch heraus, Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen und Rollen zu vernetzen. Die Stadt Lugano, USI, SUPSI, Franklin Switzerland und Quartiere Maghetti verfolgen das gemeinsame Ziel, ein langfristiges, tiefgreifendes Programm zur Sensibilisierung für Nachhaltigkeit zu entwickeln.

Die Idee hinter dem Projekt ist es, einen stabilen Raum für den Dialog über wichtige Fragen der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit zu schaffen.

In einem Kontext, in dem der Wandel oft aus einer breiten internationalen Perspektive betrachtet wird, zielt diese Veranstaltungsreihe darauf ab, die Diskussion wieder auf eine lokale Ebene zu lenken. Entscheidungen in Bezug auf Energie, Mobilität, Konsum, die Gestaltung städtischer Räume und den sozialen Zusammenhalt haben direkte Auswirkungen auf die Gemeinschaften.

Aus diesem Grund muss gemäß dem Ansatz der Überprüfung eine nachhaltige Transformation auf der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen lokalen Akteuren und der Möglichkeit des Aufbaus gemeinsamer Verantwortung beruhen.

Die Ernennung vom 7. September

Das zweite Treffen der Lugano Sustainability Series findet am Montag, den 7. September 2026, von 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr in der Sala San Rocco im Quartiere Maghetti statt.

Im Anschluss an die Diskussion werden Erfrischungen gereicht. Die Teilnahme ist kostenlos und öffentlich; eine Anmeldung über den Link ist erforderlich.

Die Veranstaltung bietet Gelegenheit, nicht nur über die notwendigen Veränderungen zu diskutieren, sondern auch darüber, wie diese erreicht werden können. Denn neben politischen Maßnahmen, Technologien und Investitionen hängt Nachhaltigkeit in Lugano auch davon ab, die Bürgerinnen und Bürger aktiv in einen gemeinsamen Prozess einzubinden.