La Stadt Lugano Lugano hat die neueste Analyse makroökonomischer Indikatoren und ihrer Auswirkungen auf lokaler Ebene veröffentlicht. Die vom Städtischen Statistikamt erstellte Analyse ist über die städtischen Institutionen abrufbar. Das Dokument bietet ein umfassendes Bild, das zwar eine Phase relativer Stabilität auf nationaler Ebene hervorhebt, aber auch einige Belastungen für Familien in Lugano aufzeigt, insbesondere im Zusammenhang mit Gesundheitskosten und demografischen Veränderungen.

Moderates Wachstum und unsicheres internationales Umfeld

Die Schweizer Wirtschaft setzt ihren Kurs des kontrollierten Wachstums fort: Das BIP stieg im ersten Quartal 2025 um 1.1 % und stabilisierte sich im zweiten Quartal. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt bei rund 1.3 %.
Im Tessin bleibt der Trend solide, während Lugano eine besonders positive Entwicklung verzeichnete: Zwischen 2021 und 2022 wuchs das Gesamt-BIP um 7.3 %, während das BIP pro Kopf um 5.6 % zunahm und 9.059 Millionen Franken bzw. 142.074 Franken pro Kopf erreichte.

Die globale Lage wird jedoch weiterhin von geopolitischen Faktoren geprägt. Die Spannungen im Nahen Osten und der Krieg in der Ukraine beeinflussen nach wie vor das internationale Gleichgewicht, während in den Vereinigten Staaten die im August 2025 eingeführten neuen Handelszölle Auswirkungen auf exportorientierte Branchen hatten. In Lugano sind etwa 13.2 % der Unternehmen in Sektoren tätig, die potenziell von solchen Veränderungen betroffen sein könnten.

Inflation sinkt und Energiekosten werden neu geordnet

Eines der positivsten Anzeichen betrifft die Inflation, die unter 1 % gesunken ist. Die Zentralbanken haben darauf reagiert, indem sie die Zinssätze gesenkt und damit die Kosten für Hypotheken und Kredite gesenkt haben.
Im Energiesektor liegen die Strompreise weiterhin über dem Niveau von 2022, während die Gaspreise weniger stark schwanken. Für 2026 prognostiziert AIL eine Senkung der Strompreise um 9.5 Prozent – ​​eine Maßnahme, die Haushalte direkt entlasten dürfte.

Steigende Krankenversicherungsprämien und sinkendes verfügbares Einkommen unter Druck

Die kritische Lage bleibt jedoch im Gesundheitswesen bestehen. Bundesweit werden die Krankenversicherungsprämien im Jahr 2026 durchschnittlich um 4.4 % steigen, im Tessin sogar um 6.9 %. Die Auswirkungen auf das verfügbare Einkommen sind erheblich.

  • Für eine alleinstehende Person mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 5.175 Franken beträgt der geschätzte Verlust 3.1 %.
  • Für eine Familie mit zwei Kindern und einem monatlichen Nettoeinkommen von 7.767 Franken beträgt der Rückgang 14.4 %.

Arbeitsmarkt und Einkommensdruck

Der Arbeitsmarkt der Stadt verzeichnete zwischen dem zweiten und dritten Quartal 2025 einen sehr leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit, der auf saisonale Faktoren zurückzuführen ist. Die Gesamtquote bleibt jedoch bei 1.8 %.
Die Nominallöhne steigen zwar weiter, doch die reale Kaufkraft liegt weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie. Langfristig stehen auch die Rentenleistungen unter Druck: Die fortschreitende Alterung der Bevölkerung und die sinkende Geburtenrate verringern das aktive Kapital der Pensionsfonds, was sich auf die künftigen Leistungen auswirkt.

Städtische Strategien an den Schnittstellen von Energie, Forschung und Alterung

Angesichts dieses Szenarios bekräftigt die Stadt die bereits in den Entwicklungsrichtlinien dargelegten strategischen Ausrichtungen. Lugano 2030Ziel ist es, die Energieeffizienz und Gebäudesanierungsinitiativen, auch mithilfe kantonaler Förderprogramme, zu stärken. Die aktuelle Lage mit niedriger Inflation und günstigen Zinsen wird als Chance gesehen, Maßnahmen zur nachhaltigen Nutzung von Immobilienvermögen zu beschleunigen.

Gleichzeitig konzentriert sich die Gemeinde auf ein strukturiertes Management der Herausforderungen, die mit einer alternden Bevölkerung und steigenden Gesundheitskosten einhergehen. Die Zusammenarbeit mit lokalen Forschungszentren und akademischen Einrichtungen soll intensiviert werden, um interdisziplinäre Analysen im medizinischen, sozialen und wirtschaftlichen Bereich zu fördern.

Der Innovationsbooster Silver Aging feiert sein Debüt im Tessin.

2026 wird Lugano erstmals den Innovationsförderer „Silver Aging in Ticino“ ausrichten, eine nationale Initiative, die von Innosuisse unterstützt und von der Haute École Arc Santé geleitet wird. Das Programm verfolgt einen offenen Innovationsansatz und bindet aktive Partner aus der ganzen Schweiz ein, um Lösungen für die ältere Bevölkerung zu entwickeln.

Jährlich werden bis zu zwölf Projekte in den Bereichen Gesundheit, Mobilität, Wohnen und Prävention mit bis zu 25.000 CHF pro Projekt gefördert. Die Einführung des Programms in Lugano bietet die Chance, lokales Fachwissen zu nutzen und das regionale Innovationsökosystem zu stärken.

Hin zu neuen Formen des gemeinschaftlichen Lebens

Zu den in Erwägung gezogenen Maßnahmen gehört eine digitale Plattform für innovative Wohngemeinschaftsmodelle für Studierende und Senioren. Ziel ist es, nachhaltige, skalierbare und übertragbare Lösungen zu finden, auch auf regionaler Ebene.

Die wichtigsten Zahlen

Wirtschaftswachstum

  • Schweizer BIP steigt im 1. Quartal 2025 um 1.1 %

  • Erwartetes Wachstum bis 2025: +1.3 %

  • Lugano: +7.3 % des BIP (2021–2022)

  • Lugano: +5.6 % BIP pro Kopf (2021–2022)

  • BIP von Lugano: 9.059 Millionen CHF

  • Lugano BIP pro Kopf: 142.074 CHF

Internationaler Wettbewerb

  • 13.2 % der Unternehmen in Lugano sind von den neuen US-Zöllen betroffen

Preise und Energie

  • Schweizer Inflation: <1%

  • Senkung des AIL-Tarifs 2026: –9.5 %

  • Strompreise liegen weiterhin über dem Niveau von 2022

Gesundheitswesen und Familien

  • Prämienanstieg 2026 Schweiz: +4.4 %

  • Tessin-Prämienanstieg für 2026: +6.9 %

  • Auswirkungen des monatlichen verfügbaren Einkommens (CHF 5.175): –3.1 %

  • Auswirkungen auf das verfügbare Familieneinkommen (7.767 CHF/Monat): –14.4 %

Arbeit und Einkommen

  • Arbeitslosenquote in Lugano: 1.8 %

  • Zunehmender Druck auf die Renteneinkommen

Innovation und Zukunft

  • Innovationsförderprogramm für Senioren: Bis zu 12 Projekte pro Jahr werden gefördert.

  • Maximaler Beitrag: CHF 25.000 pro Projekt