Mit Beginn der Sommersaison und Blick auf den Herbst 2026 modernisiert der Kanton Wallis sein touristisches Angebot und zielt dabei auch auf den italienischen Markt ab. Ziel ist es, eine Region zu stärken, die alpine Landschaften, Nachhaltigkeit, Kultur und gastronomische Traditionen vereint und ein Bergerlebnis bietet, das zunehmend auf nachhaltige Mobilität und Umweltschutz setzt.
Das im Süden der Schweiz gelegene Wallis, geprägt von der französisch-deutschen Zweisprachigkeit, ist bekannt für seine 45 Viertausender, zahlreichen Gletscher, weitläufigen Terrassenweinberge, Bergseen und Thermalquellen. Ergänzt wird dieses Naturparadies durch ein Tourismussystem, das über die Jahre in nachhaltige Verkehrsverbindungen, autofreie Gebiete und Angebote für alle Besuchergruppen investiert hat.
Wasser ist eines der Elemente, das die Identität des Kantons am besten widerspiegelt. Gletscher, Bäche, künstliche Seen, Thermalquellen und die historischen Bewässerungskanäle, die man als Wasser bezeichnet, prägen das Bild des Kantons. Biss Sie bilden ein Natur- und Kulturerbe, das Besucher auf zahlreichen Routen begleitet. Hinzu kommt ein Angebot, das Wandern, Outdoor-Sport, Kultur, Gastronomie und Wellness vereint und das Wallis somit zu einem attraktiven Reiseziel für längere Aufenthalte und Kurztrips macht.

Saas-Fee und das Saastal: Der autofreie Berg
Zu den bekanntesten Orten für nachhaltigen Tourismus zählt das Saastal mit den Ortschaften Saas-Fee, Saas-Grund, Saas-Almagell und Saas-Balen. Umgeben von achtzehn Viertausendern hat sich diese Region ihren ausgeprägten alpinen Charakter bewahrt und setzt seit Jahrzehnten auf umweltschonende Mobilität.
Insbesondere Saas-Fee ist seit 1951 komplett für den Autoverkehr gesperrt. Fortbewegungsmittel sind zu Fuß oder mit Elektrofahrzeugen, was dazu beiträgt, eine friedliche und ruhige Atmosphäre zu bewahren.
Gäste, die im Tal übernachten, erhalten die SaastalCard, eine digitale Karte, die die kostenlose Nutzung der Skilifte im Sommer und des elektrischen öffentlichen Nahverkehrs das ganze Jahr über ermöglicht.
Das Wegenetz bietet Wanderbegeisterten zahlreiche Möglichkeiten. Zu den beliebtesten Routen zählt der Almageller Höhenweg, der durch hochgelegene Gebiete führt und Ausblicke auf die Mischabelkette bietet, während der Gletscherweg Saas-Fee mit dem Mattmark-Stausee verbindet und dabei zwei Gletscher, den Hohlaub und den Allalingletscher, überquert.
Der interaktive Pfad wurde für Familien entwickelt. Eddie und das BergwetterDas Projekt widmet sich der Erforschung des alpinen Klimas durch digitale Installationen und Inhalte für Erwachsene und Kinder. Wer sich eingehender mit den Auswirkungen des Klimawandels auseinandersetzen möchte, kann den Gletscherlehrpfad erkunden, einen Lehrpfad mit zwölf Stationen, die die Rolle der Gletscher in der Landschaftsentwicklung veranschaulichen.
An Wellness-Angeboten mangelt es nicht, beispielsweise an Kneipp-Pfaden in verschiedenen Dörfern des Tals sowie an einer Schatzsuche rund um das Thema Wasser für Familien.
Zu den innovativsten Erlebnissen zählt VirtuAllalin, eine Installation auf dem Mittelallalin in 3.500 Metern Höhe. Dank Virtual Reality können Besucher mit dreidimensionalen Bildern und immersiven Videos über den Gletscher fliegen. Abgerundet wird das Erlebnis durch eine digitale Interaktion auf Basis künstlicher Intelligenz.
Auf der Alpe Hannig treffen Tradition und Gastronomie aufeinander. Hier kann man zusehen, wie Bergkäse über offenem Feuer hergestellt wird, und jeden September bietet die Nostalgische Genussmeile einen kulinarischen Rundgang durch die Dorfstraßen mit Verkostungen regionaler Produkte und Live-Musik.
Auch Mountainbiker finden dank der Erweiterung des Mattmark Lake Trails neue Möglichkeiten. Der Rundweg führt zum Mattmark-Staudamm, einem der wichtigsten Wasserkraftwerke der Region.
Weitere Informationen finden Sie unter www.saas-fee.ch.
Zermatt und das Matterhorn: historische Eisenbahnen und nachhaltige Mobilität
Zu den bekanntesten Ferienorten im Wallis zählt Zermatt, dessen Landschaft von der Silhouette des Matterhorns geprägt ist. Auch hier gelten strenge Mobilitätsregeln: Autos sind im Ort nicht erlaubt und müssen auf dem rund sechs Kilometer entfernten Parkplatz in Täsch abgestellt werden. Fortbewegung ist ausschließlich zu Fuß oder mit Elektrofahrzeugen möglich.
Das Matterhorn Glacier Paradise auf dem Klein Matterhorn in 3.883 Metern Höhe ist ganzjährig über eine Seilbahn erreichbar, die die Schweiz auch mit Breuil-Cervinia in Italien verbindet, sodass man die Grenze am selben Tag überqueren kann.
Eines der Wahrzeichen des Walliser Tourismus ist die Gornergratbahn, die 1898 eröffnet wurde und als erste elektrische Zahnradbahn der Schweiz gilt. Der Zug fährt vom Bahnhof Zermatt hinauf zum 3.089 Meter hohen Gornergrat und durchquert dabei Wälder, Almwiesen und Gletschergebiete.
Unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf das Matterhorn, den Monte Rosa, den Lyskamm, das Breithorn, das Weisshorn und den Gornergletscher, den zweitgrößten Gletscher der Alpen. Sie passieren auch den Riffelsee, der für die Spiegelung des Matterhorns in seinem Wasser berühmt ist.
Zu den Neuheiten der Saison gehört die temporäre Ausstellung Rockstars: Frauen auf dem Matterhorn, das den ersten Bergsteigerinnen gewidmet ist, die den Aufstieg zum Matterhorn in Angriff nahmen, während die Aussichtsplattform Kirchbrücke, einer der beliebtesten Fotospots im Dorf, ebenfalls erweitert wurde.
Die Zugstrecke lässt sich auch mit einer Fahrt an Bord des Glacier Express, einer der bekanntesten Bahnstrecken der Schweiz, kombinieren.
Informationen:
- Zermatt: www.zermatt.swiss
- Gornergratbahn: www.gornergrat.ch
Aletsch Arena und der größte Gletscher der Alpen
Zu den bekanntesten Naturdenkmälern im Wallis zählt der Große Aletschgletscher, ein UNESCO-Welterbe. Mit einer Länge von rund zwanzig Kilometern und einer Fläche von 79 Quadratkilometern ist er der größte Gletscher der Alpen.
Das Gebiet ist über die Skilifte erreichbar, die Bettmeralp, Riederalp und Fiescheralp miteinander verbinden – drei Dörfer, die ebenfalls autofrei sind.
Das Sommerangebot umfasst zahlreiche Wanderwege, wie den Aletsch Panoramaweg, Aussichtspunkte wie Eggishorn, Bettmerhorn und Moosfluh sowie Routen, die es Ihnen ermöglichen, in Begleitung von Bergführern bis an den Rand des Gletschers zu gelangen.
Großer Wert wird auch der Wissenschaftsvermittlung gelegt. Verschiedene Wanderwege veranschaulichen die Auswirkungen des Klimawandels, während am Bettmerhorn eine Multimedia-Ausstellung die Geschichte der Gletscher und die Veränderungen, die diese Umwelt betreffen, erzählt.
Das Gebiet beherbergt außerdem eine reiche alpine Fauna, die man bei Exkursionen leicht beobachten kann: Hirsche, Gämsen, Steinböcke und Murmeltiere bevölkern einen Großteil des Naturschutzgebietes.
Für Familien wurden kinderwagengeeignete Routen ausgearbeitet, während das Aletsch Panorama Lunch-Angebot einen Skipass mit einem Mittagessen in einer Berghütte kombiniert.
Besonders beeindruckend ist die 124 Meter lange Hängebrücke über die Massa-Schlucht, die in einem einst vom Gletscher bedeckten Gebiet errichtet wurde. Sie ist heute auch ein greifbares Zeugnis des Gletscherrückgangs der letzten Jahrzehnte.
Im Jahr 2026 wird das Pro Natura Aletsch Zentrum auch sein fünfzigjähriges Bestehen in der historischen Villa Cassel feiern, einem Gebäude, das seit einem halben Jahrhundert das Wissen über und den Schutz alpiner Ökosysteme fördert.
Weitere Informationen finden Sie unter www.aletscharena.ch.
Wallis Sommer 2026 in Leukerbad: Wellness trifft auf die Berge
Zu den bekanntesten Erholungsorten im Wallis zählt Leukerbad, das als größter Kurort der Alpen gilt. Täglich sprudeln rund 3,9 Millionen Liter Thermalwasser aus 65 natürlichen Quellen. Die Temperatur des Wassers erreicht bis zu 51 Grad Celsius, und seine entspannende und revitalisierende Wirkung wird sehr geschätzt.
Das wichtigste Thermalbad des Ortes ist die Leukerbad Therme mit zahlreichen Innen- und Außenbecken, die mit natürlichem Wasser gefüllt sind. Sie beherbergt außerdem die Walliser Alpentherme & Spa, die erstklassige Wellness-Erlebnisse bietet, sowie die Therme 51° und Spa-Einrichtungen, die Gästen einiger Hotels vorbehalten sind.
Das Erlebnis beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Kurort. Im Sommer bietet die Region ein dichtes Netz von Wanderwegen, die zum Gemmipass führen, der auch mit der Seilbahn erreichbar ist. Von dort aus starten Touren in den Kanton Bern.
Zu den interessantesten Optionen zählt der Hot Springs Trail, auch bekannt als Canyon Walk. Der Pfad überquert die Dala Creek-Schlucht über Metallstege und eine Hängebrücke und ermöglicht so einen nahen Blick auf die heißen Quellen und einen 35 Meter hohen Wasserfall.
Für erfahrenere Wanderer bietet sich der Klettersteig Gemmi–Daubenhorn an, der als einer der anspruchsvollsten der Alpen gilt. Mountainbiken, Wandern und Golf runden das Angebot für alle ab, die es etwas ruhiger angehen lassen möchten.
Auch Familien kommen auf ihre Kosten: Der Thermi Trail ist eine zweieinhalb Kilometer lange Strecke mit zehn lehrreichen und unterhaltsamen Stationen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.leukerbad.ch.
Der Kanton Wallis für den Sommer 2026, erzählt durch seine Aromen
Neben seiner natürlichen Schönheit zeichnet sich das Wallis durch eine ausgeprägte Gastronomie aus. Der Kanton ist das führende Weinbaugebiet der Schweiz und kultiviert über fünfzig Rebsorten in Höhenlagen zwischen 400 und 1.150 Metern.
Zu den repräsentativsten Rebsorten zählen Arvine, Cornalin, Fendant, Humagne Rouge und Heida, wobei letztere hauptsächlich in der Gegend von Visperterminen angebaut wird, wo sich einige der höchstgelegenen Weinberge des Kontinents befinden.
Eines der interessantesten ist Celliers de Sion, der erste Weinpark der Schweiz, am Fuße der Clavau-Terrassen. Hier werden Weinproben, Führungen und Outdoor-Aktivitäten angeboten, darunter ein Rätselpfad inmitten der Weinberge.
Zu den kuriosesten Stationen zählt der berühmte Weinberg Farinet in Saillon, einer der kleinsten der Welt, neben dem sich der winzige Weinberg befindet, der dem Dalai Lama gewidmet ist, einem Symbol für Frieden und Dialog.
Für alle, die die Gegend besser kennenlernen möchten, gibt es den Chemin du Vignoble, eine etwa 82 Kilometer lange Route, die Martigny mit Leuk verbindet und durch historische Dörfer und Weingüter führt.
Das ganze Jahr über öffnen zahlreiche Produzenten ihre Weinkeller für die Öffentlichkeit, und Veranstaltungen wie der „March of the Vines“ bieten eine Kombination aus Weinproben und Spaziergängen durch die Weinberge.
Das gastronomische Angebot umfasst auch traditionelle Produkte wie Raclette mit geschützter Ursprungsbezeichnung (g.U.), Trockenfleisch mit geschützter geografischer Angabe (g.g.A.), Rohschinken mit g.g.A. und Roggenbrot mit g.U.-Zulassung. Die Qualität der Küche wird zudem durch die zahlreichen Auszeichnungen führender Restaurantführer belegt.
Die Standorte der Ortschaft Das Wallis im Sommer 2026 ist auch für Familien geeignet
Im Wallis wird dem Familientourismus besondere Aufmerksamkeit gewidmet, und zwar durch elf Reiseziele, die spezielle Serviceleistungen für Kinder und Eltern anbieten.
Unter diesen sticht Grächen hervor, ein autofreies Dorf mit Themenspielplätzen, interaktiven Pfaden und Naturerlebnissen speziell für die Kleinsten.
Nendaz bietet außerdem einfache Reiserouten entlang der alten Biss, Spielplätze und Sommeraktivitäten speziell für Familien.
Am Ufer des Genfersees liegt Le Bouveret, die Heimat des Swiss Vapeur Parc, eines großen Freilicht-Eisenbahnparks, in dem Miniaturlokomotiven auf einem Gleisnetz zwischen Brücken, Tunneln, Bahnhöfen und Nachbildungen schweizerischer Landschaften verkehren.
Natur, Kultur und historische Städte
Das Naturerbe des Wallis wird durch zahlreiche Orte von historischem und kulturellem Interesse ergänzt.
Zwischen Sierre und Gampel erstreckt sich der Pfynwald, einer der größten zusammenhängenden Kiefernwälder der Alpen, eingebettet in den Regionalen Naturpark Pfyn-Finges. Das Gebiet zeichnet sich durch einen Wechsel von Feuchtgebieten, Wäldern, Teichen und Trockengebieten aus und bietet eine bemerkenswerte Artenvielfalt.
Eine weitere besondere Attraktion ist der unterirdische See von Saint-Léonard, der größte schiffbare natürliche See Europas, der sich in einer Höhle befindet. Besichtigungen erfolgen ausschließlich per Boot in Begleitung von Führern.
Unter den wichtigsten Zentren des Kantons sticht Sitten hervor, das von den Hügeln Valère und Tourbillon dominiert wird und in dem religiöse Gebäude, Überreste mittelalterlicher Befestigungsanlagen und eine der am besten erhaltenen historischen Orgeln Europas nebeneinander existieren.
Saint-Maurice hingegen beherbergt eine im Jahr 515 gegründete Abtei sowie ein in den Berg gegrabenes Befestigungssystem, das heute besichtigt werden kann.
Martigny bewahrt Zeugnisse der Römerzeit und beherbergt die Fondation Gianadda, eines der wichtigsten Kulturzentren der Schweiz, sowie Barryland, ein Museum, das den berühmten Bernhardinerhunden gewidmet ist.
Brig ist vor allem für das Stockalper-Palais bekannt, einen imposanten Barockkomplex, der im 17. Jahrhundert von dem Unternehmer Kaspar Stockalper erbaut wurde, einer Schlüsselfigur in der Entwicklung des Handels über den Simplonpass. Die Stadt ist zudem ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge nach Brigerbad und in das Dorf Mund, wo Safran der geschützten Ursprungsbezeichnung DOC angebaut wird.
Wie kommt man ins Wallis?
Das Wallis ist auch von Italien aus leicht zu erreichen.
Wer sich für die Bahn entscheidet, kann die Direktverbindungen ab Mailand nutzen und die Fahrpläne und Verbindungen auf der Website einsehen. www.ffs.ch.
Mit dem Auto erreichen Sie den Kanton über den Simplonpass, den Großen St. Bernhardpass oder den Großen St. Bernhardtunnel. Auch eine Bahnverbindung besteht zwischen Iselle und Brig.
Für Reisende, die mit dem Flugzeug anreisen, sind die nächstgelegenen Flughäfen Genf und Zürich, die beide an das Schweizer Bahnnetz angebunden sind.
Mit seinen autofreien Ferienorten, riesigen Gletschern, Wanderwegen, Kurorten, seiner Kultur und seinen gastronomischen Traditionen bietet das Wallis ein touristisches Angebot, das den ganzen Sommer und Herbst über ein breites Spektrum an Interessen befriedigt und ein Entwicklungsmodell fördert, das zunehmend auf Nachhaltigkeit und regionale Erkundung ausgerichtet ist.
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