Die Fachhochschule Südschweiz hat sich für institutionelle Kontinuität und die über die Jahre erworbene Expertise entschieden. In der gestrigen Sitzung am 24. Februar beschloss der Verwaltungsrat… Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) hat ernannt Daniela Willi-Piezzi neuer Direktor der Ministerium für Bildung und Lernen / Pädagogische Hochschule (DFA/ASP). Er soll sein Amt am 1. Mai 2026 antreten.

Die Entscheidung erfolgte nach einem strengen Auswahlverfahren, an dem zahlreiche hochqualifizierte Kandidaten teilnahmen. Laut SUPSI-Rat bestätigt dies die strategische Bedeutung des Departements für Bildung und Lernen, einer zentralen Einrichtung für die Lehrerausbildung im Tessin und für die Koordination zwischen der Hochschule und dem kantonalen Schulsystem.

Eine akademische Reise zwischen Wirtschaftswissenschaften und Pädagogik

Die 1972 geborene Daniela Willi-Piezzi hat sich akademisch an der Schnittstelle von Wirtschaftswissenschaften und Didaktik profiliert. Nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Pädagogik und Didaktik für Hochschulbildung an derUniversität St. GallenSie begann ihre Forschungs- und Beratungstätigkeit am Institut für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften derselben Universität. In diesem Zusammenhang wirkte sie an Projekten zur Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, Firmentrainern und Schulleitern mit.

Seine Promotion 2002 in St. Gallen markierte den Beginn einer intensiven Lehrtätigkeit. In den darauffolgenden Jahren lehrte er an Universitäten und Fachhochschulen in der Deutschschweiz und erweiterte sein Aufgabenfeld um die akademische Selbstverwaltung. Zu seinen Positionen zählen die Leitung des Bereichs Lehre und Qualitätssicherung sowie die Mitgliedschaft in der Lehrkommission der Universität St. Gallen. Kalaidos Fachhochschule von Zürich.

Die Erfahrungen bei SUPSI und die Leitung der Grundausbildung

Der Eingang zu SUPSI Ihre Karriere begann 2005, als sie als Dozentin am Fachbereich Betriebswirtschaftslehre, Gesundheits- und Sozialwesen tätig war. Vier Jahre später wurde ihr der Titel einer außerordentlichen Professorin verliehen. Dieser Karriereschritt führte 2020 zu ihrer Ernennung zur Leiterin der Grundausbildung, ein Amt, das ihr vom SUPSI-Rat anvertraut wurde.

Während ihrer Amtszeit verfolgte Daniela Willi-Piezzi die Entwicklung und Innovation der Bachelor- und Masterstudiengänge eng und legte dabei besonderen Wert auf Qualitätssicherung und kontinuierliche Curriculumsverbesserung. Gleichzeitig förderte sie den Wert einer berufsbezogenen Hochschulausbildung, ein charakteristisches Merkmal des SUPSI-Modells in der Schweizer Hochschullandschaft.

Ein wesentlicher Aspekt ihrer Arbeit war die Studienförderung: von der Einführung von Instrumenten und Richtlinien zur besseren Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Privatleben bis hin zu gezielten Maßnahmen gegen Studienabbrüche – ein Phänomen, das alle Schweizer Universitäten betrifft. Dieser Rahmen umfasst auch die Einbindung der Studierendenschaft, ihre aktive Teilnahme an Qualitätssicherungsprozessen und die Nutzung eines wachsenden Angebots an außercurricularen Aktivitäten.

Die Prioritäten des neuen Mandats

Laut SUPSI-Rat beeindruckte die neue Direktorin des DFA/ASP durch ihre fachlichen Kompetenzen, ihre Führungsqualitäten und ihre profunden Kenntnisse des Schweizer Hochschulsystems. Besonders gelobt wurde die Klarheit, mit der Daniela Willi-Piezzi die Ziele und Prioritäten für ihre ersten 18 Monate im Amt darlegte.

Besonders hervorzuheben ist der Wunsch, den Dialog mit den Schulen des Tessins durch kontinuierlichen Austausch und die direkte Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Region zu intensivieren. Ziel ist es, die aktive Beteiligung der Akteure im Schulwesen zu fördern und die Rolle des DFA/ASP als zentrale Anlaufstelle für Lehrerfortbildung und pädagogische Innovation im Kanton zu festigen.

Eine von Verantwortung geprägte Ernennung

Die Leitung des Fachbereichs Erziehungswissenschaften und der Graduiertenschule für Pädagogik ist mit einer bedeutenden institutionellen Verantwortung verbunden, insbesondere in einer Zeit, in der das Bildungssystem strukturellen, digitalen und sozialen Transformationen unterliegt. Die Entscheidung des SUPSI-Rats fügt sich in diesen Kontext ein und stärkt ein Profil, das akademische Expertise, Qualitätsmanagement und die Berücksichtigung der menschlichen Dynamik des Lernens vereint.

Der Rat übermittelte Daniela Willi-Piezzi seine besten Wünsche und dankte ihr für ihre fünfjährige Tätigkeit als Leiterin der Grundausbildung. Ab dem 1. Mai 2026 wird die neue Leiterin/der neue Leiter des SUPSI diese Erfahrung in die Leitung des DFA/ASP einbringen sollen – eine Schlüsselrolle für die Zukunft der Lehrerausbildung im Tessin.

SUPSI: in der digitalen Revolution