CardioDie Idee dahinter CC Cardio Es hat seinen Ursprung in einem bekannten, aber noch immer ungelösten klinischen Problem: angeborenen Herzfehlern, die das Fehlen oder die schwere Unterentwicklung der rechten Herzkammer beinhalten (wie z. B. Hypoplastisches RechtsherzsyndromDas hypertrophe linke Herzklappensyndrom (HRHS) kann verschiedene Ursachen haben, darunter eine Unterentwicklung der linken Herzkammer, Herzklappenfehler, Septumdefekte oder andere Fehlbildungen wie die doppelt-rechte rechte Herzkammer (DORV), das hypoplastische linke Herzklappensyndrom (HLHS) usw. In all diesen Fällen ist das Herz nicht in der Lage, ausreichend Blut in die Lunge zu pumpen. Die gängigste Lösung ist heute die sogenannte Fontan-Zirkulation, ein in den 1970er-Jahren entwickeltes chirurgisches Verfahren, bei dem venöses Blut über einen außerhalb des Herzens liegenden Kanal direkt in die Lunge geleitet wird. Eine effektive, aber nicht perfekte Lösung.

„Das Problem“, erklärt Maria Alexandra Cetățoiu, „besteht darin, dass diese Röhre nicht wie eine Herzkammer pulsiert und nicht mit dem Patienten mitwächst. Das Blut fließt passiv mit unzureichendem Druck, und langfristig belastet dies den Körper, insbesondere die Leber, wodurch das Risiko schwerwiegender Komplikationen und einer Transplantation steigt.“

CardioDaher die Idee einer minimalinvasiven Pumpe, die direkt in den Fontan-Kreislauf eingeführt wird und dem Blut einen pulsierenden Schub verleiht, um die Funktion der fehlenden Herzkammer zu kompensieren. Es geht nicht darum, die Anatomie des Herzens zu rekonstruieren, sondern sie zu ergänzen und seine Effizienz zu verbessern. Das Team plant, das Gerät über einen Katheter zu implantieren, mit einem Verfahren ähnlich dem für Koronarstents, um die Invasivität des Eingriffs zu minimieren.

Das Projekt ist nicht nur das Ergebnis theoretischer oder ingenieurtechnischer Überlegungen, sondern auch tiefgreifender persönlicher Erfahrungen. „Auch ich bin mit HRHS geboren“, erklärt Maria Alexandra, „und ich hatte zwei Herzoperationen, die erste mit sieben Monaten und die zweite mit vier Jahren. Das ist meine Realität. Mit zunehmendem Alter habe ich erkannt, dass viele der verfügbaren Lösungen zwar das Überleben ermöglichen, das Problem aber langfristig nicht wirklich lösen. Daher mein Wunsch und mein Wille, zu einer endgültigen Lösung beizutragen.“

Eine Mission, die auch ihren Bildungsweg prägte: zunächst Medizin, dann die Entscheidung für Bioingenieurwesen und schließlich Forschung am Polytechnikum Mailand, wo sie direkt an der Entwicklung innovativer Medizinprodukte mitarbeiten konnte. Die Forschung, die zu CC Cardio führte, begann 2018 und entwickelte sich auf sehr konkrete und in mancher Hinsicht unkonventionelle Weise. „Anfangs“, erzählt sie amüsiert, „bauten wir zu Hause einen Prototyp mit 3D-Druckern und improvisierten Testständen. Eine Art amerikanische Garage, obwohl die Garage eigentlich das Wohnzimmer war.“

CardioNach mehreren Anläufen hat das Projekt dank akademischer Kooperationen und eines Netzwerks wissenschaftlicher Berater den Sprung vom heimischen Bereich ins Labor geschafft. CC Cardio befindet sich aktuell noch in der präklinischen Phase: Computersimulationen und In-vitro-Tests wurden bereits durchgeführt, die nächsten Schritte umfassen Tierversuche und die weitere technologische Optimierung. Bis zur Produktion im klinischen Maßstab ist es noch ein weiter Weg, doch der Weg ist klar.

Auf diesem Weg spielten Boldbrain und die Agire Foundation eine entscheidende Rolle. „Für uns“, erklärt Cetățoiu, „war Boldbrain nicht nur ein Wettbewerb. Es war ein umfassendes Trainings- und Coachingprogramm. Wir kamen aus der Forschung und verfügten über keine spezifischen unternehmerischen, finanziellen oder strategischen Kompetenzen. Das Programm half uns, das Projekt zu strukturieren und zu verstehen, wie wir mit Investoren, Klinikern und Industriepartnern zusammenarbeiten können.“

CardioDer Mehrwert, betont sie, lag auch im Menschlichen: „Moralische Unterstützung ist extrem wichtig, insbesondere bei der Arbeit an einem komplexen Projekt neben einer Promotion oder einer Vollzeitforschung.“ Zusätzlich zum Preisgeld erhielt CC Cardio ein Stipendium für das Executive MBA-Programm der USI – ein weiterer Schritt zur Stärkung der Managementkompetenzen des Teams.

Die Erfahrungen von Boldbrain verdeutlichen einen oft übersehenen Aspekt: ​​die Größe des Tessiner Ökosystems – kleiner, aber extrem fokussiert. „Paradoxerweise“, bemerkt Cetățoiu, „können Kontexte wie das Tessin sogar günstiger sein als viel strukturiertere Umgebungen, beispielsweise in den Vereinigten Staaten. Hier gibt es weniger Bürokratie, mehr direkte Unterstützung und ein Netzwerk, das Projekte in der Anfangsphase wirklich fördert.“

CC Cardio verkörpert nicht nur ein technologisches Versprechen im Bereich angeborener Herzfehler, sondern ist auch ein Paradebeispiel dafür, wie Forschung, persönliche Erfahrung und institutionelle Unterstützung zusammenwirken können. Ein Projekt, das aus einem realen Bedarf entstand, sich zwischen Labor und Patientenerfahrung entwickelte und nun bereit ist, die nächsten entscheidenden Herausforderungen in der Klinik anzugehen.

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